Bereits 2019 forderten Bürgermeister aus Württemberg, die Grundsteuer im Land als reine Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation umzusetzen. Dies hat die GRÜN geführte Landesregierung mittlerweile umgesetzt. Kommunen in NRW und anderswo können auf diese solide Finanzierungsbasis noch nicht ohne weiteres zugreifen. Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation ist das effektive Instrumentarium, das Gemeinden dringend benötigen.
Wir stehen an einem Scheideweg: Sollen wir weiterhin ein unnötig kompliziertes System hinnehmen, das leistungslosen Bodengewinnen Tür und Tor öffnet, oder wagen wir den einfachen, gerechten Weg? Die Forderung nach dieser Grundsteuerreform ist ein Appell an unsere Vernunft und an unser Sicherheitsgefühl, denn sie verspricht die Wiederherstellung der Kontrolle über unsere wichtigsten Lebensgrundlagen – den Boden.
Table of Contents
ToggleDer Ruf nach Gerechtigkeit: Die Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation

Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation: Die Oberbürgermeister von Stuttgart, Böblingen, Ulm, Tübingen und Schwäbisch Gmünd argumentierten in einem Brief an den Ministerpräsidenten, welche Vorteile sich für die Kommunen und für den Umweltschutz mit der Grundsteuerreform bieten.
»Wir halten das Bodenwertmodell für die ökologisch, sozial und wirtschaftlich beste Lösung. Wir bitten daher die Landesregierung und die Abgeordneten des Landtags, das Bodenwertmodell zu einem BW-Modell zu machen: einem Baden-Württemberg Modell. Und wir bitten unsere Bundestagsabgeordneten, den Weg für eine Öffnungsklausel für die Länder frei zu machen und einer dafür notwendigen Verfassungsänderung zuzustimmen.«
Das Anschreiben »Grundsteuerreform – für einen baden-württembergischen Weg« bildet eine Blaupause auch für andere Kommunen. Thomas Geisel, seinerzeit Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, hatte den Aufschlag gemacht. Mit den Worten »Wieso machen wir es so furchtbar kompliziert?« kritisierte der damalige SPD-Oberbürgermeister die Vorschläge seines Parteifreundes Olaf Scholz zur Reform der Grundsteuer im Handelsblatt.
Mit einer reinen Bodenwertsteuer bekämen die Gemeinden ein effektives Instrumentarium an die Hand, um kostengünstig und mit geringstem Aufwand ihre zweitwichtigste Einnahmequelle zu erheben. Allerdings hätten sie damit auch einen Hebel in der Hand, die in vielen Großstädten ausgeartete Bodenspekulation wirkungsvoll zu bekämpfen.
Widerstand und Weisheit: Warum sich Gerechtigkeit durchsetzen muss
Aus diesem Grund ist die Bodenlobby hinter den Kulissen seit Jahren massiv am arbeiten. Den FDP Bundesvorstand konnte sie bereits zu einer 180° Kehrtwendung bewegen und auch die bayerische Landesregierung konnte auf das abstruse Flächenmodell eingeschworen werden.
Doch die Autorität der Vernunft spricht eine klare Sprache. Der mittlerweile verstorbene, frühere SPD-Vorsitzende und Oberbürgermeister von München Hans-Jochen Vogel fragte, was zur Beendigung oder zur Bremsung des ununterbrochenen Anwachsens der leistungslosen Bodengewinne geschehen soll. In seinem im 93. Lebensjahr veröffentlichten Buch fordert er »Mehr Gerechtigkeit!« und sprach sich für eine reine Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation aus: »Diesen Vorschlag hätte ich mir nach gründlicher Abwägung zu eigen gemacht.«
Es ist zu hoffen, dass sich weitere Stadtoberhäupter an die Seite der (ehemaligen) Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Dr. Stefan Belz, Gunter Czisch, Boris Palmer, Richard Arnold und Thomas Geisel stellen und ein wirkungsvolles Gegengewicht zur Bodenspekulanten-Lobby bilden. Aus ihrer Verantwortung für ihre Kommune wissen sie genau, wie wichtig der Boden und seine angemessene Besteuerung für die Bürger und die Stadtentwicklung ist. Eine lange Liste von Unterstützergruppen und Amtsinhaber findet sich auf »Grundsteuer:Zeitgemäß!«.
Ein Aufruf zur Klarheit: Machen Sie sich stark für die wirkungsvollste Reform!
Die historische Unterstützung von Hans-Jochen Vogel und das pragmatische Handeln der Oberbürgermeister in Baden-Württemberg legen eine klare Wahrheit offen: Die Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation ist keine Ideologie, sondern die logische, sozial gerechte und wirtschaftlich beste Antwort auf die Verteilungskämpfe um den Boden. Lassen Sie sich nicht von unnötiger Komplexität verwirren. Der einfache Weg ist oft der wirkungsvollste.
Verstehen Sie die Einfachheit und Gerechtigkeit des Bodenwertmodells. Nutzen Sie Ihre Stimme, um die Macht der Spekulation zu brechen und eine solide Finanzierungsbasis für Ihre Kommune zu sichern. Klicken Sie jetzt und fordern Sie die zeitgemäße Grundsteuerreform!

Häufig Gestellte Fragen (FAQ) – Ihr Weg zur finanziellen Klarheit
FAQ – Häufige Fragen zu dienendes Geld
Die reine Bodenwertsteuer ist gerechter, weil sie nur den unverdienten Wertzuwachs des Bodens besteuert, der durch die Gemeinschaft (Infrastruktur, Lage) geschaffen wird – nicht jedoch die mühsam erarbeitete Bebauung darauf. Dies beendet die Spirale der leistungslosen Bodengewinne und entlastet diejenigen, die den Boden tatsächlich nutzen und bebauen. Sie stellt sicher, dass der Boden seinem Zweck als Lebensgrundlage dient und nicht zum reinen Spekulationsobjekt wird.
Die Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation macht es teurer, wertvollen Bauboden einfach brachliegen zu lassen. Indem die Steuerlast auf den Wert des Bodens und nicht auf das Gebäude liegt, wird ein ökonomischer Anreiz geschaffen, den Boden entweder zu bebauen oder an jemanden zu verkaufen, der dies tut. Sie übt einen wirksamen Druck auf Bodenspekulanten aus und zwingt sie, Boden schnell wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzugeben – ein effektives Instrumentarium zur Aktivierung von Bauland.
Der massive Widerstand der Lobby gegen die Bodenwertsteuer bestätigt ihre Wirksamkeit. Sie wehren sich, weil das Bodenwertmodell die Grundlage ihres Geschäftsmodells – das Erzielen von leistungslosen Bodengewinnen durch bloße Wartezeit – zerstört. Die Grundsteuerreform nimmt ihnen den Hebel und führt die Kontrolle über die Bodenpreise zu den Kommunen zurück. Es geht um den Kampf zwischen dem kurzfristigen Profit Einzelner und der langfristigen Stabilität und Gerechtigkeit für die gesamte Gesellschaft.
Quellennachweis für den Artikel über Bodenwertsteuer zur Bekämpfung der Bodenspekulation
Lesen Sie dazu bitte auch: »Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?«, »Höchste Zeit für die Grundsteuerreform« und »Grundsteuer:Zeitgemäß!«.
Klaus Willemsen, 28.9.2019; 4.11.2025 Der Autor ist freier Referent der Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V.
Verwendete Quellen:
www.tuebingen.de/Dateien/525_brief_grundsteuer_anlage.pdf
https://www.fdp.de/sites/default/files/uploads/2016/12/06/2016-11-14-buvo-grundsteuer-zukunftsfaehig-reformieren.pdf www.grundsteuerreform.net/unterstutzer-burgermeister/
www.inwo.de/medienkommentare/warum-einfach-wenn-es-auch-kompliziert-geht/ www.inwo.de/medienkommentare/hoechste-zeit-fuer-die-grundsteuerreform/ www.grundsteuerreform.net



