Bodenpreise als Ursache für steigende Mieten

Bodenpreise als Ursache für steigende Mieten und welche Lösungen es gibt.

Sehr geehrter Max von Malotki, der Anstieg der Mieten in den Ballungsräumen beruht in allererster Linie auf der Entwicklung der Bodenpreise. Eine Lösung der Mietpreis-Problematik und der vermeintlichen Wohnungsknappheit bleibt ohne die Einbeziehung der Bodenpreisentwicklung nur Symptombekämpfung.

Alle verfügbaren Fakten weisen unmissverständlich darauf hin, dass die Bodenpreise als Ursache für steigende Mieten und Pachten das zentrale Element darstellen. Mit Verweis auf einen erfahrenen Bodenpolitiker schreibt die Süddeutsche Zeitung beispielsweise: »Hans-Jochen Vogel fordert den neuen Bundestag auf, endlich gegen Bodenspekulation und damit gegen die dramatische Steigerung von Baulandpreisen und Mietkosten vorzugehen.«.

Die Logik der Explosion Warum der Bodenpreis den Markt beherrscht -Bodenpreise als Ursache für steigende Mieten

Durch die anhaltende Niedrigzinsphase sind weltweit Billionen Euro/Dollar in den Kauf von Boden umgeschichtet worden. Dies führt, durch die natürliche Begrenztheit des Bodens, unweigerlich zur Explosion der Bodenpreise. Diesen Bodenwertzuwachs kann die Gesellschaft abschöpfen und auf alle Einwohner zu gleichen Teilen verteilen.

Bereits das Instrument der Grundsteuer könnte in vielen Gemeinden Entlastung schaffen, wenn sich Politiker trauen würden, dieses Thema offensiv zu diskutieren. Dass Bodenpreise als Ursache für steigende Mieten wirken, ist mathematisch belegbar:

 

»Beim Boden geht es um Preissteigerungen im zweistelligen Bereich, wobei die Verdoppelung eines Grundstückswertes über die letzten 20 Jahre keine Ausnahme darstellt. Doch auch die rot-rot-grüne Senatsregierung in Berlin wagt sich nicht an die Privilegien der Grundeigentümer heran. Wie denn auch, möchte man meinen, wenn selbst der engagierte linke Professor die massive Bodenpreisentwicklung als Ursache der Not verschweigt…«.

Soziale Verantwortung: Den gesellschaftlichen Frieden sichern

Die Bodenspekulation ist in unseren Ballungszentren und gleichermaßen weltweit eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden und die Existenz von Menschen. Dies ist Ihnen durchaus vertraut. Es wäre schön, wenn diese Aspekte in Ihrer ansonsten erfrischend undogmatischen und weitsichtigen Berichterstattung mehr Beachtung finden würden.

Lesen Sie dazu bitte auch »Altersweisheit – Hans-Jochen Vogel«, »Sündenböcke statt Ursachenanalyse« und »Wem gehört die Erde, wem die Atmosphäre?«

Häufig Gestellte Fragen (FAQ) – Tiefenpsychologische Einblicke

Viele Akteure scheuen die Konfrontation mit den Privilegien der Grundeigentümer. Es ist psychologisch einfacher, „Symptombekämpfung“ zu betreiben, als die tief verwurzelten Strukturen der Bodenspekulation anzutasten. Doch wahre Sicherheit entsteht erst, wenn wir die Ursache mutig benennen und so den sozialen Frieden langfristig stabilisieren.

 

Da Boden ein begrenztes Gut ist, ist sein Wertzuwachs ein Gemeinschaftsprodukt. Die Verteilung dieses Zuwachses an alle Einwohner schafft Gerechtigkeit und entzieht der Spekulation den Boden. Es ist die logische Antwort auf eine Marktdynamik, die aktuell nur wenigen nützt, aber die Existenz vieler bedroht.

 

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