Bodensteuer: Eine gerechte Lösung für unsere Gesellschaft

Boden und Ressourcen durch Bodensteuer missbrauchen

Grund und Boden bildet das unersetzbare Fundament unseres Daseins. Er ist eine begrenzte, existenzielle Ressource und erfüllt damit eine fundamentale gesellschaftliche sowie ökonomische Funktion: Er sichert Lebensraum, Nahrung und wirtschaftliche Basis für alle Lebewesen.

Unsere aktuelle Bodenordnung und eine fehlorientierte Nutzung führen jedoch zu gravierenden Missständen, die Natur, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit gleichermaßen belasten. Um diese Fehlentwicklungen zu korrigieren, bedarf es einer grundlegenden Reform. Die Einführung einer konsequenten Bodensteuer gilt hierbei als der entscheidende Hebel. Als reine Bodenwertsteuer setzt diese Abgabe auf Grund und Boden genau dort an, wo Spekulation verhindert und eine gemeinwohlorientierte Nutzung belohnt werden soll.

Missbrauch von Boden kennt man aus dem Feudalismus, aber auch heute als Land Grabbing oder Rent Grabbing. Boden ist begrenzt und alle Lebewesen sind auf ihn angewiesen. Diese Fakten machen den Boden zu einem natürlichen Monopol.

Missbrauch von Boden kennt man aus dem Feudalismus, aber auch heute als Land Grabbing oder Rent Grabbing. Boden ist begrenzt und alle Lebewesen sind auf ihn angewiesen. Diese Fakten machen den Boden zu einem natürlichen Monopol.

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Bodenbesitz und Bodeneigentum ermöglichen es, dieses Monopol auszunutzen. Wer Eigentum an Boden über seine eigenen Fähigkeiten besitzt, diesen selbst zu bewirtschaften, kann den Boden auf andere Weise nutzen, indem er verpachtet oder vermietet wird. Diese Pacht oder Miete wird von anderen (Pächter oder Mieter) erwirtschaftet und entsteht nicht aus der eigenen Leistung des Eigentümers. Dies ist somit ein leistungsloses Einkommen, in der Ökonomie als ökonomische Rente bezeichnet. Empfänger solcher Renten werden daher auch Rentiers genannt.

Bodenrente: Die Rolle der Lage auf die Bodenrente und ihre Auswirkungen

Bei vermietetem Wohneigentum entscheidet primär ein einziger Faktor über den Preis: die Lage. Eine urbane Wohnung erzielt eine drastisch höhere Miete als eine identische Immobilie im ländlichen Raum. Diese ökonomische Differenz wird als Bodenrente bezeichnet. Das Entscheidende dabei: Diese Lagequalität ist kein Verdienst des Eigentümers, sondern das Resultat gesellschaftlicher Dynamik. Erst die kollektive Infrastruktur – Schulen, Straßen, Geschäfte und der ÖPNV – bündelt den Wert an diesem spezifischen Standort.

Das strukturelle Problem unseres Systems: Dieser gemeinschaftlich generierte Mehrwert fließt nicht an die Menschen zurück, die ihn erarbeitet haben. Bedingt durch das bestehende Bodenmonopol schlagen Eigentümer die Bodenrente auf die Mieten um und privatisieren diesen gesellschaftlichen Wert. Was individuell rational und legal ist, erweist sich gesamtwirtschaftlich als schädlicher Extraktionsmechanismus.

Als wirksames Gegenmittel gewinnt die Bodensteuer (auch bekannt als Bodenwertsteuer oder Grundwertabgabe) massiv an Bedeutung. Die Idee dahinter ist simpel wie genial: Die Bodenwertabgabe schöpft genau diesen leistungslosen Lagegewinn steuerlich ab. Sie führt den Wert an die Allgemeinheit zurück und schafft den Spielraum, um im Gegenzug produktive Arbeit und den eigentlichen Gebäudebau spürbar zu entlasten.

Die Lösung: Eine gerechte Bodenordnung mit der Bodensteuer

Wie kann man es besser machen? Die Fairconomy verfolgt hierzu folgenden Ansatz für eine gerechte Bodenordnung:

Der Wert des Bodens durch die Bodensteuer

Die Bodensteuer oder auch Bodenwertsteuer ist eine Steuer, bei der die Grundsteuer so geändert wird, dass nur noch der Boden und die Bodenrente besteuert werden.

Die Bodensteuer:

  • verhindert Bodenspekulation,
  • verringert die Miete,
  • erhöht den bezahlbaren Wohnraum,
  • fördert Investitionen in Immobilien,
  • ist eine gerechte Steuer,
  • verringert Bürokratie,
  • schont die natürlichen Flächen durch Schließung von Baulücken.

Mit einer Bodenwertsteuer könnte der Staat auch seinen eigenen Staatshaushalt finanzieren und andere Steuern überflüssig machen.

Kurz zum Schluss: Problem und Lösung

Das Problem:

  • Boden ist ein natürliches Monopol.
  • Alle Lebewesen benötigen Boden.
  • Alle Lebewesen haben einen natürlichen Anspruch auf Boden, dennoch sollte er auch privat genutzt werden dürfen.
  • Leistungslose Einkommen aus Bodenmonopol und Bodenrenten sollten nicht in private Taschen fließen, sondern allen Menschen zugutekommen.
  • Durch die heutige Bodenordnung haben wir steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, sowie Obdachlosigkeit und einen Verstärker für Armut und Krisen.

Die Lösung: Eine gerechte Besteuerung mittels einer Bodensteuer sorgt dafür, dass allen Menschen das gleiche Recht auf Teilhabe an Boden zukommt. Menschen werden bezahlbaren Wohnraum haben und von vielen anderen Belastungen befreit sein, zum Beispiel Steuerlasten oder steigenden Mieten.

Die Fairconomy bietet mit der Bodensteuer ein einfaches, effektives und gerechtes Mittel für ein sozialeres und sicheres Wohnen und Leben.

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